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Cybercrime-Gesetzgebung

Versuchsstrafbarkeit des Cybergroomings

Cybergrooming soll auch als Versuchsstrafbarkeit begründet werden: Im Bundestag soll beschlossen werden, das Cybergrooming, das bisher bewusst nicht als Versuchsstrafbarkeit ausgestaltet ist, nun auch im Versuch unter Strafe zu stellen – wobei ein Versuch auch vorliegt, wenn der Täter nur glaubt, mit einem Kind zu “sprechen”, tatsächlich aber ein realer erwachsener oder fiktiver Charakter auf der anderen Seite ist.

Erreicht werden soll dies durch einen neuen §176 Abs.6 StGB:

Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 4 Nummer 4 und Absatz 5. Bei Taten nach Absatz 4 Nummer 3 ist der Versuch nur in den Fällen strafbar, in denen eine Vollendung der Tat allein daran scheitert, dass der Täter irrig annimmt, sein Einwirken beziehe sich auf ein Kind.

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Cybercrime-Gesetzgebung

Modernisierung des Schriftenbegriffs (und Reform des internationalen IT-Strafrechts?)

Das Bundesjustizministerium möchte den Schriftenbegriff im Strafgesetzbuch modernisieren, was für mich die dogmatisch spannendste Entwicklung im deutschen IT-Strafrecht im Jahr 2019 ist – und ebenso unbeachtet ist, weil es erst einmal nur wenig praktische Auswirkungen hat. Dazu “löst” man einen der grossen Streitfälle im internationalen IT-Strafrecht.

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Cybercrime-Gesetzgebung

Gesetz zur Verbesserung des Persönlichkeitsschutzes bei Bildaufnahmen – Gaffer & Upskirting

Erweiterung des §201a StGB hinsichtlich Gaffer & Upskirting: Inzwischen liegt als Gesetzentwurf der Bundesregierung ein (weiterer) Ansatz zur Verbesserung des Persönlichkeitsschutzes bei Bildaufnahmen vor. Es geht darum, die zunehmende Verbreitung auch unbemerkt einsetzbarer Geräte zur Erstellung von Fotografien samt Missbrauchpotential in den Griff zu bekommen.

Gesetzgeberischer Ansatzpunkt ist der §201a StGB, der erst seit ca. 15 Jahren existiert und sich vom damaligen Schattendasein zur zentralen Norm des strafrechtlichen Persönlichkeitsschutzes gemausert hat.

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Cybercrime-Gesetzgebung

Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität

In ihrem “Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität” hatte die Bundesregierung bereits deutlich gemacht, dass man die vergangenen Jahre korrigieren möchte, in denen man auf dem rechten Auge zumindest stark kurzsichtig war – nun liegt der erste Entwurf eines Gesetzes vor, mit dem man im Internet gegen “Hasskriminalität” vorgehen möchte. Und offenbart, dass man vollends den Boden von Bürgerrechten und Rechtsstaat unter sich verloren hat. Ein warnender Weckruf vor einem weiteren Abbau von Bürgerrechten.

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Linknews Cybercrime & Cybersecurity

Cybercrime & Cybersecurity Linknews #2

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Linknews Cybercrime & Cybersecurity

Cybercrime & Cybersecurity Linknews #1

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Cybercrime allgemein

EUROPOL geht gegen Vertreibernetzwerk des “Imminent Monitor Remote Access Trojan” vor

Lange war es um Remote Access Trojaner (RAT) – Hacking-Tool, das Cyberkriminellen die vollständige Fernsteuerung des Computers eines Opfers ermöglicht – still, nun teilt EUROPOL mit, dass im Zuge einer internationalen Strafverfolgungsmaßnahme, die sich an die Verkäufer und Benutzer des Imminent Monitor Remote Access Trojan (“IM-RAT”) richtete, ein entsprechendes (Verteiler-)Netzwerk abgeschaltet wurde. Die Dimensionen sind beachtlich, sowohl was die Zahl der Opfer aber auch die Zahl der Täter angeht.

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Cybercrime-Gesetzgebung

Reform der “Convention on Cybercrime” im Jahr 2019 angestossen

Die “Convention on Cybercrime”, oder auch “CCC” ist bis heute der Grundstein des sich weltweit etablierenden Internet-Strafrechts, dem inzwischen 64 Länder weltweit beigetreten sind und die die Vorgaben des CCC durch nationale Gesetze umgesetzt haben. Am 23. November 2001 unterzeichneten sowohl die 26 Länder des Europarats als auch die USA, Kanada, Japan und Südafrika das „Übereinkommen über Computerkriminalität“ („Budapester Konvention gegen Datennetzkriminalität“, “Convention on Cybercrime”, “CCC”), das das Ziel hat, die länderspezifischen Computerstrafrechtsregelungen anzugleichen. Bis heute prägt die CCC auch das deutsche IT-Strafrecht – und soll nun weiter entwickelt werden.

Ein exemplarischer Blick auf das Thema, um zu zeigen, dass die Thematik IT-Strafrecht im Blick behalten werden muss.

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Cybersecurity & IT-Sicherheit

Hackerangriff auf USB-Ladestation

Ein immer noch unterschätztes Problem sind Hackerangriff auf (öffentliche) USB-Ladestationen. Dabei ist das Vorgehen recht simpel: Eine USB-Ladestation ist so präpariert, dass der sich arglos anstöpselnde Nutzer unbemerkt nicht nur Strom sondern auch eine Schadsoftware mitgeliefert bekommt. Dies kann gerade bei reisenden Geschäftsleuten für breit gestreute Angriffe genutzt werden; im Übrigen ist es ein recht gut planbares Vorgehen, um auch zielgerichtet Führungspotential anzugehen das mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist – nicht ohne Grund warten bereits das Manager Magazin vor zu viel Arglosigkeit.

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Behörden (Cybercrime & Cybersecurity)

Forensische Softwareprodukte in Deutschland

Welche forensischen Softwareprodukte werden in Deutschland verwendet? Ich habe derzeit Kenntnis von diesen Programmen, die zur Aufklärung von Cybercrime eingesetzt werden (die Liste basiert auf meinen eigenen Eindrücken und einer Mitteilung der Bundesregierung, es ist soll auf keinen Fall eine abschliessende Übersicht über Forensiksoftware insgesamt sein!):

Soweit man immer wieder von geplanten Staatstrojanern liest ist mir derzeit kein aktueller Sachstand eines in Deutschland einsatzbereiten Trojaners bekannt. Mit Stand Januar 2019 wurde im Bundestag (Drucksache 19/6828) zuletzt bekannt gegeben, dass eine geplante Aufstockung von Mitteln zur Stärkung von „Entschlüsselungskapazitäten“ bei Europol nach Kenntnis der Bundesregierung nur die forensische Entschlüsselung von sichergestellten elektronischen Beweismitteln beträfe.