Sexpressung

Bei “Sexpressung” oder “Sextortion” geht es um einen Fall sexueller Erpressung: Es wird der Betroffene dazu gebracht, sexuell vor einer Webcam tätig zu sein. Dabei weiss der Betroffene, dass er vor der Webcam aktiv ist, es geht also nicht um einen Fall einer gehackten Webcam, sondern das Opfer handelt ganz bewusst vor der Webcam – auch wenn ihm nicht alle Umstände bekannt sind!

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Kommando Cyber- und Informationsraum

Das “Kommando Cyber- und Informationsraum ” – kurz Im KdoCIR – soll die Aufgaben Cyber, Informationstechnik, Strategische Aufklärung, Geoinformationswesen der Bundeswehr und Operative Kommunikation aus einer Hand truppendienstlich und fachlich führen. Aufgebaut wird es bis zum Jahr 2021. Bisherige dezentrale Strukturen und Kompetenzen wurden hier gebündelt. Das KdoCIR dient zudem in Fragen der Cybersicherheit als Schnittstelle „auf Augenhöhe“ für andere Ressorts des Bundes, für die Wirtschaft und für die internationalen Verbündeten. Der Bereich Cyber- und Informationsraum wurde der sechste militärische Organisationsbereich. So wurde die Bundeswehr der Bedeutung des Cyber- und Informationsraums als eigenständiger Dimension neben Land, Luft und See gerecht.


Cyberagentur

In Deutschland wurde bereits im August 2018 die Gründung einer ressortübergreifenden “Cyberagentur” beschlossen. Auf dem Weg will die Regierung Forschungs- und Innovationsvorhaben im Bereich der Cybersicherheit anstoßen, fördern und finanzieren. Die Aufgabe der Agentur ist es laut den führenden Ministerien im Innern und der Verteidigung, “den gesamten Forschungsprozess von der Idee bis zum Produkt zu koordinieren. Es geht darum, deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber den bisherigen Beschaffungsverfahren zu erzielen”. Das Verteidigungsministerium führte hierzu aus:

Die Cyberagentur wird als Inhousegesellschaft, als GmbH gegründet. Sie ist eigenständig, um wissenschaftlich frei arbeiten zu können. Kurze Innovationszyklen, hohe Dynamik in der Technik-Entwicklung und wechselnde Cyber-Bedrohungen erfordern flexible Strukturen. Im Zeitraum von 2019 bis 2023 ist ein Budget von rund 200 Millionen „Startkapital“ vorgesehen. Ziel ist, dass 80 Prozent der Finanzmittel direkt in Forschungs- und Innovationsvorhaben fließen. Die Agentur wird mit allen Cyberstellen der Bundeswehr zusammenarbeiten: dem Kommando Cyber- und Informationsraum, dem Studiengang Cyber-Sicherheit an der Münchener Bundeswehruniversität und dem Cyber-Innovation Hub in Berlin. Originär orientiert sich die Agentur am Vorbild der DARPA, der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums.



Rechnungsbetrug

Beim Rechnungsbetrug geht es darum, dass auf irgendeinem Weg eine Rechnung am Ende im Raum steht, die seriös aussieht, die aber betrügerisch ist. Im einfachsten Fall geht es um eine nur scheinbar bestellte Dienstleistung und einen Dritten, der eine Geschäftsbeziehung schlicht vorgaukelt.

Wesentlich komplexer ist der Rechnungsbetrug im eigentlichen Sinne: Hier wird – etwa durch Social Engineering oder CEO-Fraud – ermittelt, welche Geschäftsbeziehungen bestehen. Dann wird, etwa per Mail oder durch gefälschte Rechnungen, der Eindruck erweckt, die Bankverbindung des Geschäftspartners hat sich verändert und es wird zur Zahlung auf ein neues Konto aufgefordert.

Hinweis: Erschreckend oft funktioniert diese Masche, auch bei ganz erheblichen Summen! In diesem Bereich habe ich Fälle vertreten, wo sich ein erschreckend naiver Umgang zeigte, etwa in dem kurzerhand per Mail mitgeteilte Bankverbindungen schlicht übernommen wurden.

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Investitionsbetrug

Im Cybercrime ist der Investitionsbetrug ein Weg, um an Geld zu kommen: Angeblich profitable Investitionen wie Aktien, Edelmetalle oder auch Kryptowährungen werden angepriesen. Tatsächlich aber sind sie nicht rentabel, vielleicht mit erheblichen Verlusten oder sogar mit einem Totalverlust des Geldes verbunden – wenn sie denn überhaupt existieren.

Infografik des BKA zum Investitionsbetrug


Romance-Scamming

Beim Romance-Scamming (auch “Romantik Betrug”) geht es darum, dass jemand – regelmäßig unter Vortäuschung einer erfundenen Identität – über eine soziale Plattform Kontakt herstellt und sich in den Alltag seines Opfers einbringt. Er oder Sie spielt Gefühle vor, macht sich unverzichtbar und schafft all dies, ohne dass es zu echten Treffen kommt. Am Ende wird dann unter vorgeschobenen Gründen, etwa einer plötzlichen Ausreise, eines Notfalls etc., um einen Geldbetrag oder Hilfestellung gebeten. Neben der Zahlung von Geldbeträgen habe ich hier etwa in Fällen helfen müssen, in denen gutgläubige Opfer Warenlieferungen angenommen und dann ins Ausland weitergeliefert haben.

Infografik des BKA zum Romantik-Betrug
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Stalking und Cyberstalking

Die “Nachstellung” ist in §238 StGB unter Strafe gestellt und im allgemeinen als Stalking – manchmal wenn es nur um digitale Varianten geht auch Cyberstalking – genannt. Im Kern geht es hierbei um das fortwährende Belästigen und Verfolgen von Personen, ggfs. (nur) im virtuellen Raum, besonders gerne in Form von Nachrichten und Telefonanrufen. Die betreffende Person wird geradezu terrorisiert und es kann sich steigern bis hin zu körperlicher Gewalt. 

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Betrug beim Online-Shopping

Betrug beim Verkauf im Internet ist relativ leicht möglich – gleich ob über eine Plattform wie eBay oder Amazon oder durch einen schnell ins Netz gestellten Online-Shop: Durch besonders günstige Angebote wird versucht, den Betroffenen Geld im Zuge einer Vorabzahlung abzuknöpfen. Geliefert wird dann irgendein Schrott – oder auch einfach gar nichts.

Als Betroffener hat man natürlich Rechte und kann sich wehren – insbesondere sein Geld zurück verlangen. Doch hier gilt oft, dass man auf seinen Kosten sitzen bleibt.

Infografik des BKA zum Betrug beim Online-Shopping


Finanzagent oder Warenagent

Bei einem Finanzagenten oder Warenagenten handelt es sich im Kern um einen Mittelsmann: Der Täter im Hintergrund versucht durch betrügerisches agieren an Gelder oder Waren zu kommen. Damit der Hintermann nicht direkt zu finden ist beauftragt er Dritte, für ihn Geld oder Waren anzunehmen und später an den Täter weiterzuleiten.

Bei den Finanzagenten handelt es sich nicht selten um gutgläubige Ausgenutzte, die eine kleine Provision erhalten oder die durch soziale Tricks – etwa eine vorgetäuschte Liebschaft – zur Weiterleitung verleitet werden. Hier drohen für solche gutgläubigen Agenten eigene Strafbarkeit, etwa wegen (leichtfertiger) Geldwäsche oder Beihilfe zur Tat des Täters.



Cybercrime as a Service

Unter dem Begriff “Cybercrime as a Service” wird das Angebot von Dienstleistungen zur Begehung von digitalen Straftaten gefasst. Zu solchen Dienstleistungen gehört insbesondere:

  • Die Fertigung individueller Malware inklusive Ransomware, gerne basierend auf bestehenden Bausätzen;
  • das Verteilen lassen von Malware inklusive „Infection on Demand“
  • die Möglichkeit der Anmietung von Botnetzen
  • das Durchführen lassen von DDoS-Attacken;
  • das Durchführen von Datendiebstahls-Szenarien oder gleich der Verkauf/Ankauf erlangter sensibler Daten;
  • die Vermittlung von Finanz- oder Warenagenten;
  • hochprofessionalisierte Anonymisierungs- und Hostingdienste zum Verschleiern eigener Identität (was nicht zwingend illegal sein muss!);
  • die Nutzung von Dropzones um illegal erlangte physische Waren auch zustellen zu lassen.